„Grundvoraussetzung für eine gelingende Digitalisierung ist unsere digitale Souveränität durch Verringerung von technologischen Abhängigkeiten. Damit sichern wir eine nachhaltige und unabhängige digitale Zukunft und nutzen das große Potential digitaler Technologien und KI für bessere Dienstleistungen, neue Arbeitsplätze und internationale Wettbewerbsfähigkeit.“ Prof. Dr. Luise Hölscher ist seit Mai 2025 Staatssekretärin im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung. Zuvor war sie Staatssekretärin im Bundesministerium der Finanzen sowie im Hessischen Finanzministerium. Sie sammelte internationale Erfahrung, unter anderem als Vizepräsidentin und Chief Administration Officer der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung in London. Sie studierte Betriebswirtschaftslehre, promovierte und habilitierte sich an der Universität Erlangen–Nürnberg. |
„2026 wird ein Jahr des Umsetzens: Nun gilt es, die klugen Konzepte von Modernisierungsagenda, Deutschland-Stack und Registermodernisierung konsequent zu realisieren. Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen sollen von der Digitalisierung konkret im Alltag profitieren.“ Jan Pörksen ist studierter Jurist. Seine berufliche Laufbahn begann er 1997 in der Justizbehörde Hamburg. Von 1998 bis 2001 war er Persönlicher Referent des Ersten Bürgermeisters Hamburgs. Anschließend leitete er bis 2006 verschiedene Referate der Hamburger Verwaltung und ging dann als Haushaltsdirektor nach Bremen. 2011 kehrte er nach Hamburg zurück und wurde Staatsrat der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration. Seit dem 1.10. 2018 ist er Chef der Senatskanzlei und des Personalamtes der Freien und Hansestadt Hamburg. |
„Die Digitalisierung auf kommunaler Ebene braucht verbindliche Standards auf Bundes- und Landesebene und eine verlässliche Finanzierung dieser Daueraufgabe durch die Länder. Wir haben weder Zeit noch Geld für freiwillige Insellösungen in dieser Republik. Auch hier gilt: Wer bestellt, der zahlt.“ Prof. Dr. Ariane Berger hat an der Freien Universität Berlin Rechtswissenschaften studiert und 2005 promoviert. Nach Lehrstuhlvertretungen in Berlin, Bremen und München habilitierte sie im Jahr 2016. Bis 2024 war sie zunächst als Referentin und dann als Leiterin Digitalisierung beim Deutschen Landkreistag in Berlin tätig. 2024 wurde sie zum Geschäftsführenden Präsidialmitglied des Landkreistages Sachsen-Anhalt gewählt, sowie von der Freien Universität Berlin zur außerplanmäßigen Professorin berufen. |
„Digitalisierung in der Verwaltung gelingt nur erfolgreich, wenn wir Standards umsetzen, Schnittstellen vereinheitlichen und Prozesse konsequent automatisieren. Entscheidend ist eine serviceorientierte Gestaltung, die Aufwand und Komplexität reduziert – für eine effiziente, nachhaltige und zukunftsfähige Verwaltung.“ Silke Tessmann-Storch ist seit Juni 2022 im Vorstand von Dataport verantwortlich für den Bereich Lösungen. Die studierte Betriebswirtin war zunächst als Projektmanagerin und im Programm Management bei Steria Mummert tätig. Ab 2017 übernahm sie den Posten als Head of PSU Technology and Delivery bei GFT Technologies und ab 2019 zusätzlich die Rolle des Chief Operating Officer für Deutschland. |
„Um die Verwaltungsautomatisierung schnell zum Erfolg zu bringen, ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz unerlässlich. KI entlastet Mitarbeitende der öffentlichen Verwaltung bei Routinearbeiten und unterstützt bei Kernaufgaben. Dataport entwickelt und betreibt viele KI-Lösungen und arbeitet dabei eng mit der Genossenschaft Govdigital, aber auch mit der Forschung und StartUps zusammen. Diese Kooperationen ermöglichen es uns, Innovationen schnell, sicher und skalierbar in die Verwaltung zu bringen.“ Torsten Koß ist seit 2018 im Vorstand bei Dataport verantwortlich für den Unternehmensbereich Digitale Transformation. Seit 2019 ist er außerdem Mitglied im Vorstand der Genossenschaft der öffentlichen IT-Dienstleister govdigital. Von 2003 bis 2007 leitete Torsten Koß als Vice President bei SAP den Geschäftsbereich Public Services. 2007 wechselte er als Partner zum Beratungsunternehmen Roland Berger Strategy Consultants. Dort beriet er vor allem den öffentlichen Sektor. Ab 2010 arbeitete Torsten Koß als freier Unternehmensberater sowie als Senior Advisor für Roland Berger. 2016 übernahm er als Berater die Projektleitung für die Einführung des Personalmanagementsystems Kopers in den Hamburger Behörden und Betrieben. |
„Wir brauchen ein gutes Zusammenspiel aus dem Top-down-Handeln durch die Politik von Bund und Ländern einerseits und einer Bottom-up-Kooperation der öffentlichen IT-Dienstleister, die immer enger zusammenarbeiten.“ Martin Schallbruch ist seit 2022 CEO von govdigital eG, die innovative Lösungen der digitalen Daseinsvorsorge für Bund, Länder und Kommunen entwickelt und anbietet. Zuvor war er seit 2016 stellvertretender, seit 2020 Direktor des Digital Society Institute der ESMT Berlin. 2002 wurde er IT-Direktor des Bundesministeriums des Innern; später leitete er dort die Abteilung für Informationstechnik, Digitale Gesellschaft und Cybersicherheit. Martin Schallbruch studierte Informatik, Rechts- und Sozialwissenschaften. |